Klinische Studien | Nupo

Nupos VLCD (Very Low Calorie Diet) Produkte werden in Dänemark seit vier Jahrzehnten eingesetzt. Die Geschichte von Nupo und unseren Produkten reicht bis ins Jahr 1981 zurück. Seither bieten wir Produkte für eine effektive und sichere Gewichtsabnahme an. Der Name Nupo ist eine Zusammensetzung der Wörter „Nutritional Power“ (auf deutsch: Ernährungskraft).

Nupo wurde im Hvidovre Hospital in Dänemark vom führenden Adipositas-Forscher Dr. Flemming Quaade und in Zusammenarbeit mit der Firma Oluf Mørk A/S, die hauptsächlich für die Vermarktung des Namens verantwortlich war, entwickelt. Seit den frühen 80ern wurden Nupos VLCD Produkte in mehr als 35 klinischen Studien getestet und genehmigt und werden auch von Forschungsteams in ganz Dänemark kontinuierlich weiterentwickelt und getestet.

Die vorliegende Übersicht stammt aus neun klinischen Studien, die vom Beginn Nupos bis September, 2018 ausgewählt wurden. Das Kriterium der Studien in der vorliegenden Übersicht ist die jeweilige Relevanz der verschiedenen untersuchten Themen. Bei der Behandlung von Adipositas ist es von großer Bedeutung, wie sich die Gewichtsabnahme auf die Person auswirkt und zwar in Bezug auf eine Reihe von Faktoren, d. h. Knochenmasse, Muskelmasse, Fettkörpermasse, kardiovaskuläre Risikofaktoren, Hungergefühl usw.

Auch wenn sich die Zusammensetzung des VLCD Produkts von Nupo seit seinem Anfang etwas geändert hat – jetzt enthält das Pulver Ballaststoffe – die Themen und Ergebnisse der vorangehenden Studien sind auch heute noch von hoher Relevanz. Wir schließen daraus, dass die Einbeziehung von Ballaststoffen in unsere Produkte keinen Unterschied auf die Studienergebnisse haben.

Aktuelle Studien

Finde einen Überblick hier:
Nupo-ApS-Clinical-Studies-Overview-2022

2010 - Heute

Die Auswirkung von Gewichtsverlust bei adipösen Patienten mit Herzinsuffizienz – Eine Pilotstudie

Geschrieben von Mikkelsen, M. G. (2011).

Einführung

Ernährungsempfehlungen bei der Behandlung von Herzinsuffizienz stehen im Widerspruch zu den Ergebnissen, etabliert durch das Adipositas-Paradoxon. Das Ziel dieser Studie war es zu untersuchen, ob eine Gewichtsreduktion die Symptome einer Herzinsuffizienz reduzieren kann; dies führt zu einer Verbesserung der Körperzusammensetzung, des Plasma-Lipidprofils und des Funktionsstatus und beeinflusst dabei die Herzfunktion positiv.

Methoden

Wir haben 26 übergewichtige Patienten mit Herzinsuffizienz und NYHA II oder III miteinbezogen. Sie wurden dabei zufällig ausgewählt eine kalorienarme Diät (Nupo VLCD: 700 kcal Tag + 100 kcal Ergänzungsnahrung) oder eine konventionelle Diät für 12 Wochen, einzuhalten. In der Studie untersuchten wir das Körpergewicht und -zusammensetzung, das Plasma-Lipidprofil, NT-proBNP, den Funktionsstatus und die Lebensqualität.

Resultate

Von den insgesamt 26 Patienten beendeten 18 die Studie (11 in der Interventionsgruppe und 7 in der Kontrollgruppe). Der mittlere Gewichtsverlust mit der Low Calorie Diät (LCD) betrug 11,3% des anfänglichen Körpergewichts und der Unterschied beim mittleren Gewichtsverlust betrug zwischen der kalorienarmen Diätgruppe und der konventionellen Diätgruppe am Ende der Studie 11,7 kg (95% CI: 6,8, 16,6, p <0,0001). Patienten, die sich nach der Low Calorie Diät ernährten, reduzierten ihren Body-Mass-Index (p <0,0001, 95% CI: 2,3, 5,3), den Taillenumfang (p <0,0001, 95% CI: 5,9, 15,3) und den Hüftumfang (p <0,0010, 95% CI: 5, 15,2,) signifikant im Vergleich zu den Patienten, die sich nach der konventionellen Diät ernährten. Die Laufweite verbesserte sich zwischen dem Ausgangswert und Woche 12 signifikant, der Unterschied zwischen den Gruppen betrug 172 m nach 12 Wochen p <0,0005.

Es konnte ein signifikanter Unterschied der Konzentration von Cholesterin (p <0,0006), Triglycerid (p <0,0100) und Lipoprotein mit niedriger Dichte (p = 0,0265) zwischen dem Ausgangswert und Woche 8 festgestellt werden. Die Unterschiede in den Plasma-Lipidspiegeln waren in Woche 12 nicht signifikant.

Schlussfolgerungen

In dieser kleinen Pilotstudie führte eine kalorienarme Ernährung bei den Patienten mit Herzinsuffizienz zu einer deutlichen Verbesserung des Körpergewichts und der Zusammensetzung sowie des Funktionsstatus. Größere Studien sollten diese vorläufigen Ergebnisse bestätigen.

Für die gesamte Studie, klicke hier..

Wirkung einer achtwöchigen Low Energy Diät bei Erwachsenen mit Übergewicht oder Adipositas auf Folsäure, Retinol, Vitamin B12, D- und E-Status sowie dem Entzündungsgrad: Post Hoc-Analyse einer randomisierten Interventionsstudie

-Geschrieben von N. R. W. Geiker, et al. (2018).

Einführung

Übergewicht ist mit Vitaminmangel und geringen Entzündungen verbunden. Zweck dieser Studie war es, die Auswirkung von Gewichtsverlust auf den Status von Folsäure, Retinol, Vitamin B12, D und E sowie den Grad der Entzündung zu untersuchen.

Methoden

Von 110 Individuen absolvierten 85 Personen (75% davon Frauen) im Alter von 39 ± 11 Jahren mit einem mittleren SD-BMI von 33 ± 4 kg / m2 eine achtwöchige Low Energy Diät (LED). Serumkonzentration von Folsäure, Retinol, B12, D und E und C-reaktivem Protein und Homocystein (Hcy) wurden zu Beginn und bei Abschluss der LED gemessen.

Resultate

Bei Studienbeginn hatten 8% der Teilnehmer einen Mangel an Folsäure, 13% an Vitamin B12, 2% an Retinol, 28% an Vitamin D (davon hatten 72% kein ausreichendes Vitamin D) und keiner wies einen Mangel an Vitamin E auf. Zu Beginn stand der BMI im umgekehrten Zusammenhang mit Retinol (P<0,05), ebenso wie der Gesamt- und Bauchfettanteil mit Folsäure (P<0,05); ein weiterer BMI und Adipositas-Messungen waren positiv mit CRP (P<0,01) und Hcy (P<0,05) assoziiert. Homocystein war im umgekehrten Zusammenhang mit allen Vitaminen außer Retinol assoziiert (P <0,001). Nach der LED verloren die Teilnehmer einen Durchschnittswert [95% -Konfidenzintervall] von 12,3 [- 13,1, -11,6] kg.

Schlussfolgerungen

Die achtwöchige LED führte zu einem Gewichtsverlust von 13% und einem Anstieg der Serumkonzentrationen von Folsäure, Vitamin B12 und D. Die Adipositas stand zu Studienbeginn im umgekehrten Zusammenhang mit Folsäure und Retinol und wurde positiv mit Entzündungsmarkern assoziiert.

Für die vollständige Studie,klicke hier.

Neubewertung von Konjak-Gummi (E 425 I) und Konjak-Glucomannan (E 425 II) als Lebensmittelzusatzstoffe

Zusammenfassung

- von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) (2017)

Das vorliegende Gutachten befasst sich mit der Neubewertung von Konjak (E 425), bestehend aus Konjak-Gummi (E 425 i) und Konjak-Glucomannan (E 425 ii), als Lebensmittelzusatzstoffe. Das Gremium stellte fest, dass die aktuelle Verwendung von Konjak (E 425) in allen Lebensmittelkategorien auf einen zulässigen Höchstgehalt (MPL) von 10 g/kg begrenzt war und dass die berechnete verfeinerte Expositionsabschätzung für alle Bevölkerungsgruppen unter 0,1 mg/kg Körpergewicht pro Tag lag. Konjak-Gummi und Konjak-Glucomannan wurden wahrscheinlich nicht intakt resorbiert und wurden durch die Darmmikrobiota erheblich fermentiert. Nach einer täglichen Dosis von 3.000 mg bei Erwachsenen über 12 Wochen erlitten mehrere Personen Beschwerden im Bauchbereich. Das Gremium gelangte zu dem Schluss, dass keine numerische akzeptable Tagesdosis (ADI) erforderlich ist und dass bei den gemeldeten Verwendungen kein Sicherheitsbedenken für die Allgemeinbevölkerung besteht.

Die vollständige Studie finden Sie hier

Einfach blinde, placebokontrollierte randomisierte klinische Studie zu Chitosan zur Körpergewichtsreduktion

Zusammenfassung

Chitosan ist ein Ballaststoff, der durch die Verringerung der Absorption zur Gewichtskontrolle beiträgt. Die Ergebnisse klinischer Studien zur Gewichtsreduktion sind jedoch hinsichtlich seiner Wirksamkeit widersprüchlich. Das primäre Ziel der vorliegenden Studie war die Bewertung der Wirksamkeit und Sicherheit von Chitosan aus Pilzquellen bei der Behandlung von Übergewicht ohne diätetische Einschränkungen. Die vollständige Studie finden Sie hier.

KiOnutrime-CsG® – Das bewährte Instrument zur Gewichtskontrolle

- von KitoZyme (2015)

Einleitung

KiOnutrime-CsG® ist ein natürlicher Wirkstoff, dessen Wirksamkeit bei der Unterstützung der Gewichtskontrolle wissenschaftlich belegt ist. In einer kürzlich abgeschlossenen klinischen Studie wurde festgestellt, dass übergewichtige Probanden, die KiOnutrime-CsG® einnahmen, innerhalb von drei Monaten im Durchschnitt 3,2 kg abnahmen. Im Vergleich dazu verzeichnete die Kontrollgruppe im Durchschnitt eine leichte Gewichtszunahme.

KiOnutrime-CsG®, hergestellt von KitoZyme in seiner Produktionsstätte in Belgien, wirkt, indem es sicher verhindert, dass ein Teil des Nahrungsfetts vom Körper aufgenommen wird. Es handelt sich um ein kationisches Biopolymer, das an anionische Moleküle wie Fette und Fettsäuren bindet und die Emulgierung und Aufnahme von Cholesterin hemmt. Wenige Minuten vor einer Mahlzeit eingenommen, bindet KiOnutrime-CsG® Nahrungsfett im Magen zu einem Gel, das später auf natürlichem Weg ausgeschieden wird. Eine frühere Studie zeigte, dass KiOnutrime-CsG® 42 % der in einer typischen Mahlzeit aufgenommenen Fette binden kann.

Mehr über die Studien erfahren Sie hier.

Unerwünschte Wirkungen von pflanzlichen Nahrungsergänzungsmitteln und botanischen Zubereitungen: Eine systematische Übersicht mit kritischer Kausalitätsbewertung

- von C. Di Lorenzo et al. (2014)

Zielsetzung

Ziel dieser Übersichtsarbeit war es, verfügbare Daten zu folgenden Punkten zusammenzutragen: (i) beim Menschen beobachtete Nebenwirkungen durch die Einnahme von pflanzlichen Nahrungsergänzungsmitteln; (ii) die Fehlidentifikation giftiger Pflanzen; und (iii) Wechselwirkungen zwischen pflanzlichen Nahrungsergänzungsmitteln und konventionellen Arzneimitteln.

Ergebnisse

Daten wurden zu 66 Pflanzen erhoben. Von den 492 ausgewählten Arbeiten befassten sich 402 (81,7 %) mit direkt dem Botanical zuzuschreibenden Nebenwirkungen und 89 (18,1 %) mit Wechselwirkungen mit konventionellen Arzneimitteln. Nebenwirkungen wurden für 39 der 66 untersuchten botanischen Substanzen berichtet. 86,6 % der Gesamtreferenzen entfielen auf 14 Pflanzen, darunter Glycine max/Soja (19,3 %), Glycyrrhiza glabra/Süßholz (12,2 %), Camellia sinensis/Grüner Tee (8,7 %) und Ginkgo biloba (8,5 %).

Schlussfolgerung

Die Nebenwirkungen durch botanische Inhaltsstoffe waren bei Kausalitätsbewertung relativ selten, und die Anzahl schwerer klinischer Reaktionen war sehr begrenzt. Die vollständige Studie finden Sie hier.

Wissenschaftliches Gutachten zur Substantiierung eines gesundheitsbezogenen Anspruchs zu einem standardisierten wässrigen Extrakt aus weißen Kidneybohnen

- von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) (2014)

Zusammenfassung

Das EFSA-Gremium für diätetische Produkte, Ernährung und Allergien wurde gebeten, ein Gutachten zur wissenschaftlichen Substantiierung eines gesundheitsbezogenen Anspruchs zu einem standardisierten wässrigen Extrakt aus weißen Kidneybohnen (Phaseolus vulgaris L.) und der Reduktion des Körpergewichts abzugeben. Der Antragsteller identifizierte insgesamt vier humane Interventionsstudien. Das Gremium kommt zu dem Schluss, dass die vorgelegten Belege nicht ausreichen, um einen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang zwischen dem Verzehr des standardisierten wässrigen Extrakts aus weißen Kidneybohnen und der Reduktion des Körpergewichts herzustellen. Die vollständige Studie finden Sie hier.

Bewertungsbericht zu Zingiber officinale Roscoe, Rhizoma

- von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) (2012)

Einleitung

Ingwer (Zingiberis rhizoma) besteht aus dem ganzen oder geschnittenen Rhizom von Zingiber officinale Roscoe (Zingiberaceae). Ingwerpflanzen erfreuen sich seit über 5.000 Jahren großer Beliebtheit in ganz Asien – insbesondere in Indien und China – sowohl als Kochgewürz als auch zur Behandlung einer Vielzahl von Beschwerden. Mehr als 100 Verbindungen wurden identifiziert, darunter hauptsächlich Terpenoide, vorwiegend Sesquiterpenoide sowie kleinere Mengen an Monoterpenoiden. Die scharfen Inhaltsstoffe, die Gingerole (4–7,5 %), bilden eine homologe Reihe von Phenolen, wobei 6-Gingerol das wichtigste ist. Die vollständige Studie finden Sie hier.

Eine Übersicht über die pharmakologischen und phytochemischen Eigenschaften von Zingiber officinale Roscoe (Zingiberaceae)

- von Gaurav Kumar et al. (2011)

Einleitung

Kräuter und Pflanzen werden seit alters her in traditionellen Medizinsystemen als Quelle therapeutischer Verbindungen genutzt. Z. officinale (Zingiberaceae) ist eine wichtige Pflanze mit mehreren ethnomediziinischen und ernährungsphysiologischen Eigenschaften und wird daher weltweit als Gewürz, Aromastoff und pflanzliches Heilmittel eingesetzt. Traditionell wird Z. officinale zur Behandlung einer Vielzahl von Erkrankungen eingesetzt, darunter Übelkeit, Erbrechen, Asthma, Husten, Entzündungen und Schmerzen. In den letzten Jahrzehnten wurde eine Vielzahl bioaktiver Verbindungen aus verschiedenen Pflanzenteilen isoliert und pharmakologisch analysiert. Die vollständige Studie finden Sie hier.

2000-2009

Vergleichbare Reduktion des viszeralen Fettgewebedepots nach einer diätbedingten Gewichtsabnahme mit oder ohne Aerobic Übungen bei adipösen Probanden: Eine 12-wöchige randomisierte Interventionsstudie

-Geschrieben vonT. Christiansen, et al. (2009).

Einführung

Fettleibigkeit, insbesondere überschüssiges viszerales Fettgewebe (engl. VAT), ist mit dem metabolischen Syndrom verbunden, was zu einer erhöhten Morbidität und Mortalität führt. Im Gegensatz dazu ist die Ansammlung von Körperfett im subkutanen gluteal-femoralen Fettgewebe (engl. GFAT), im Allgemeinen weniger mit Gesundheitsproblemen verbunden oder kann sogar als gewisser Schutz bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen fungieren. Diese Ergebnisse legen nahe, dass die Fettverteilung und insbesondere das Verhältnis zwischen VAT und GFAT für die mit Fettleibigkeit verbundenen gesundheitlichen Komplikationen von Bedeutung sein können. Ein Gewichtsverlust mit bevorzugter Wirkung auf das Depot für viszerales Fettgewebe (VAT) könnte wichtige klinische Vorteile mit sich bringen. In dieser Studie untersuchten wir den unabhängigen und beiläufigen Effekt von regelmäßiger Bewegung und ernährungsbedingtem Gewichtsverlust auf die Körperfettverteilung.

Methoden

Randomisiertes Kontrolldesign von i) nur Training (EXO; 12 Wochen Training ohne Diätbeschränkung), ii) hypokalorische Diät (DIO; 8 Wochen very low energy diet (VLED 600 kcal/Tag (Nupo)), gefolgt von 4- Wochen Gewichtserhaltungsdiät) und iii) hypokalorische Diät und Training (DEX; 8 Wochen VLED 800 kcal/ Tag (Nupo + Ergänzung von 150-200 kcal) + eine 4-wöchige Diät zur Gewichtserhaltung kombiniert mit Bewegung während der 12 Wochen). 79 übergewichtige Männer und Frauen wurden in die Studie eingeschlossen. Die Körperfettverteilung wurde mittels Magnetresonanztomographie (engl. MRI) quantifiziert.

Resultate

In der EXO-Gruppe waren der Gewichtsverlust (3,5 kg) und die relative Reduzierung von VAT (18%) im Vergleich zu den Gewichtsverlusten in der DIO und DEX Gruppe (12,3 kg; P ≤ 0,01) und der Reduzierung von VAT signifikant geringer (30-37%; P ≤ 0,001). In allen drei Gruppen war die relative Reduzierung von VAT im Vergleich zur Reduzierung der Fettmasse höher (FM; Kombination aller durch MRI bestimmten Fettdepots; P ≤ 0,01 für alle Vergleiche). Die Änderungen von VAT waren mit denen der mit FM verbunden und bezogen sich auf das anfängliche Verhältnis von VAT/FM (r2 = 0,72; P ≤ 0,01).

Schlussfolgerungen

Im Vergleich zu den Auswirkungen einer hypokalorischen Ernährung allein, hat Bewegung keine zusätzliche Auswirkung auf die Reduzierung von VAT. Darüber hinaus sind die Auswirkungen von Bewegung an sich, auf VAT relativ begrenzt. Die Auswirkungen auf das VAT-Depot sind eng mit Veränderungen der gesamten FM verbunden.

Für die vollständige Studie, klicke hier.

Vierundzwanzigstündige Plasma-Tryptophan-Konzentrationen und -Verhältnisse liegen bei adipösen Personen unter dem Normalwert und normalisieren sich auch nach erheblicher Gewichtsreduktion nicht

von L. Breum et al. (2003)

Es wurde berichtet, dass die Plasma-Tryptophan-Konzentrationen sowie das Verhältnis von Tryptophan zu anderen großen neutralen Aminosäuren (Plasma-Tryptophan-Verhältnis) bei adipösen Personen niedrig sind. Das Plasma-Tryptophan-Verhältnis sagt die Aufnahme von Tryptophan im Gehirn sowie die Serotoninproduktion voraus. Ist dieses Verhältnis bei adipösen Personen niedrig, kann auch die Serotoninfunktion vermindert sein. Serotonerge Nervenzellen im Gehirn sind an der Regulierung des Appetits beteiligt. Im Allgemeinen wirken sie in neuronalen Netzwerken, die die Nahrungsaufnahme reduzieren.

Bisher wurden Plasma-Tryptophan-Konzentrationen und -Verhältnisse bei adipösen Personen nur zu einzelnen Zeitpunkten gemessen. Es war daher nicht bekannt, ob die niedrigen Werte über einen gesamten Zeitraum von 24 Stunden bestehen bleiben. Ziel der Studie war es festzustellen, ob die Plasma-Tryptophan-Konzentrationen und -Verhältnisse bei adipösen Personen während eines 24-Stunden-Zeitraums niedriger sind als bei normalgewichtigen Personen und ob sie nach einer Gewichtsreduktion ansteigen.

Die ursprüngliche Studiengruppe bestand aus 18 adipösen Patienten und 18 hinsichtlich Geschlecht und Alter vergleichbaren normalgewichtigen Kontrollpersonen. Neun adipöse Patienten schlossen das Gewichtsreduktionsprogramm ab, und ihre nach Alter und Geschlecht gematchten normalgewichtigen Vergleichspersonen bildeten die Untersuchungsgruppen der Studie.

Die adipösen Teilnehmer nahmen an einem strukturierten ambulanten Gewichtsreduktionsprogramm teil, um ihr Idealgewicht zu erreichen. In der Anfangsphase des Programms konsumierten die Teilnehmer eine sehr energiearme Diät (Nupo). Nachdem das Körpergewicht auf etwa 130 % des Idealgewichts gesunken war (nach 6–17 Monaten), wurden die Patienten angewiesen, die VLCD zu beenden und mit einer normalen Ernährung von 5 MJ pro Tag zu beginnen. Nach Erreichen des Idealgewichts oder wenn keine weitere Gewichtsabnahme möglich war, wechselten die Patienten zu einer Basisernährung von 8 MJ pro Tag. Die Untersuchungen bei den ehemals adipösen Patienten erfolgten erst, nachdem das Körpergewicht nach dem Wechsel auf das letzte Ernährungsprogramm mindestens einen Monat lang stabil geblieben war (±1,5 kg).

Die Plasma-Tryptophan-Konzentrationen und -Verhältnisse wurden bei adipösen Personen vor und nach der Gewichtsabnahme sowie bei den normalgewichtigen Kontrollpersonen untersucht. Blutproben wurden regelmäßig über einen Zeitraum von 24 Stunden entnommen. Zusätzlich wurde ein Insulintoleranztest durchgeführt, um festzustellen, ob die Gewichtsabnahme die Fähigkeit von Insulin beeinflusst, die Plasmakonzentrationen von Tryptophan und anderen großen neutralen Aminosäuren zu verändern.

Die Plasma-Tryptophan-Konzentrationen und -Verhältnisse waren bei adipösen Personen zu allen Messzeitpunkten niedrig. Diese Veränderungen bestanden auch nach der Gewichtsabnahme fort. Die Plasmakonzentrationen aller großen neutralen Aminosäuren nahmen während der Insulininfusion in allen Gruppen ab.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass bei einer verminderten Serotoninübertragung der Appetit gesteigert wird. Die dauerhaft niedrigeren Plasma-Tryptophan-Verhältnisse, die bei den adipösen Personen sowohl tagsüber als auch nachts im Vergleich zu den normalgewichtigen Kontrollpersonen beobachtet wurden, unterstützen die Annahme, dass die Aufnahme von Tryptophan ins Gehirn und die Serotoninsynthese bei adipösen Personen ungewöhnlich niedrig sein könnten.

Dass das Plasma-Tryptophan-Verhältnis auch nach einer Gewichtsreduktion dauerhaft niedrig bleibt, deutet zudem darauf hin, dass ehemals adipöse Personen weiterhin einem biochemischen Signal ausgesetzt sein könnten, das den Appetit und die Nahrungsaufnahme erhöht.

Wir kommen zu dem Schluss, dass die dauerhaft niedrigen 24-Stunden-Plasma-Tryptophan-Verhältnisse bei adipösen und ehemals adipösen Personen darauf hindeuten, dass die Aufnahme von Tryptophan im Gehirn kontinuierlich vermindert sein kann und trotz Gewichtsreduktion unter dem Normalwert bleibt.

Für die vollständige Studie klicken Sie bitte hier.

1990-1999

Knochenschwund begleitet fettleibige Menschen bei freiwilliger Gewichtsabnahme

-Geschrieben von L. B. Jensen et al. (1994). 

Einführung

Einige Studien haben gezeigt, dass ein durch die Ernährung verursachter Gewichtsverlust mit einer signifikanten Abnahme der Knochenmineraldichte (BMD) einhergeht. Regionale Knochenveränderungen wurden dabei nicht gemessen. Der Zweck der vorliegenden Untersuchung bestand darin, Veränderungen der gesamten und der regionalen Körperzusammensetzung bei adipösen Patienten zu messen, die einem rapiden Gewichtsverlust aufgrund eines kalorienarmen Regimes unterliegen.

Methoden

Die Dual-Energy-Röntgenabsorptiometrie wurde bei 51 adipösen Patienten 15 Wochen davor und danach, mit einer kalorienarmen Diät durchgeführt (Nupo, was 1,9 MJ bei Frauen und 2,4 MJ bei Männern bei 2 Wochen ergab). Nach diesem Zeitraum wurde eine qualitative und kostenlose Nahrungsergänzung von bis zu 4,2 MJ bei Frauen und 4,7 MJ bei Männern gestattet. Von diesen Patienten wurden 39, sechs Monate später gescannt. Das gesamte und das regionale Körperknochenmineral, die Fettmasse und fettfreie Masse wurden gemessen. In der Kontrollgruppe wurden 9 Freiwillige mit bis zu 23 kg Fett, das vorher verteilt wurde und weitere 9 Freiwillige mit 15 kg Fett danach gescannt. Das Fett wurde dann allmählich entfernt, um den in der Patientengruppe gefundenen Fettverlust zu simulieren.

Resultate

In der Patientengruppe betrug der mittlere Gewichtsverlust 12.273 g, der mittlere Fettverlust 11.014 g und der mittlere Knochenmineralverlust lag nach 15 Wochen bei 171,6 g. Eine enge Korrelation zwischen dem Fettverlust und dem Knochenverlust konnte beobachtet werden dabei wurden im Gegensatz zu 0,5 g Knochenmineral pro kg Fett in der Kontrollgruppe, 16,5 g Knochenmineral pro kg Fett in der Patientengruppe berechnet.

In der Kontrollgruppe hatten später platzierte 15 kg Fett keinen statistisch signifikanten Einfluss auf die Knochenmessungen. Wenn Gewicht und Fett 6 Monate später zum Scanzeitpunkt wiedererlangt wurden, wurde auch das Knochenmineral wiedergewonnen. Patienten mit kontinuierlichem Gewichtsverlust verloren weiterhin Knochenmineral. Eine Patientin verlor innerhalb von 9 Monaten, 754 g Knochenmineral. Ihr Gewichtsverlust betrug zu diesem Zeitraum 45 kg, und der Knochenmineralgehalt blieb im normalen Bereich bei Frauen ihres Alters. Methodische und patogenetische Probleme werden diskutiert.

Schlussfolgerungen

Es wird der Schluss gezogen, dass der beobachtete Knochenverlust, der mit einem durch die Ernährung verursachten Gewichtsverlust bei Fettleibigen einhergeht, als physiologische Normalisierung innerhalb akzeptabler Grenzen angesehen werden sollte.

Für die vollständige Studie, klicke hier.

Effekt einer energierestriktiven Diät, mit oder ohne Bewegung auf Basis von magerer Gewebemasse, ruhender Stoffwechselrate, kardiovaskulären Risikofaktoren und Knochen bei übergewichtigen Frauen nach der Menopause

- Geschrieben von O. L. Svendsen, et al. (1993).

Einführung

Übergewicht ist ein unabhängiger Prädiktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (HKE) – Hauptursache für Tod und Invalidität in westlichen Gesellschaften. Über die Veränderungen bei übergewichtigen Frauen nach der Menopause ist nur sehr wenig bekannt, da alle Studien zuvor bei Männern und Frauen vor der Menopause durchgeführt wurden. Bei Frauen nach der Menopause besteht ein erhöhtes Risiko für HKE; Östrogenmangel, ein artherogenes Lipid- und Lipoproteinprofil sowie die Fettverteilung spielen alle eine Rolle. Osteoporose ist eine weitere Hauptursache für Morbidität und Mortalität in dieser Gruppe. Die Folgen einer Gewichtsreduktion durch eine Diät mit oder ohne Bewegung in Bezug auf die Knochen bei Osteoporose ist nicht bekannt. Ziel der Studie war es daher, die Auswirkungen einer energierestriktiven Diät, mit oder ohne Bewegung, auf die Körperzusammensetzung, auf die wichtigsten kardiovaskulären Risikofaktoren und auf die Knochen bei übergewichtigen Frauen nach der Menopause zu untersuchen.

Methoden

Bei einer klinischen Längsschnittstudie wurden 121 gesunde, übergewichtige postmensuale Frauen (Alter 53.8 ± 2.5 Jahre, BMI 29,7 ± 3,1 kg / m2) zufallsweise in drei Gruppen aufgeteilt: Kontrolle, eine 4.200 kJ/d-Diät oder eine 4.200 kJ/d-Diät kombiniert mit Aerobic- und Anaerobic Übungen. Die Diät bestand aus einer obligatorischen Basis der Formula-Diät NUPO von 1,6 MJ täglich (VLCD) kombiniert mit einem zusätzlichen Energieverbrauch von bis zu 2,6 MJ aus frei gewählten Lebensmitteln gemäß einem „Diät Zählersystem“. Die Körperzusammensetzung (gemessen an Dual-Energy-Röntgenabsorptiometrie), Fettverteilung, die Stoffwechselrate im Ruhezustand, der Blutdruck, die Serumlimpide und Lipoproteine, die Knochenmineraldichten und die Marker für Kollagen und Knochenumsatz wurden vor und nach 12 Wochen der Intervention gemessen.

Resultate

Insgesamt schlossen 118 Frauen die Studie ab. Der mittlere Gewichtsverlust (9,5 kg vs 10,3 kg, NS) war in den Interventionsgruppen ähnlich aber im Vergleich zur Nur-Diät-Gruppe, verlor die Diät-Plus-Trainingsgruppe mehr Fettanteile (7,8 kg gegenüber 9,6 kg, p ≤ 0,001) aber keine magere Gewebemasse (1,2 kg vs 0,0 kg, p ≤ 0,001). Die Stoffwechselrate im Ruhezustand (pro kg Gewicht) war in der Diät-Plus-Trainingsgruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe erhöht (11% vs 4%, p ≤ 0,009). Der Serumtriglyceriden-, der Gesamtcholesterin-, sowie der Lipoprotein-Spiegel mit niedriger Dichte und der Lipoprotein-Spiegel mit sehr niedriger Dichte nahm ab, und das Verhältnis von Lipoprotein mit hoher Dichte zu Lipoprotein mit niedriger Dichte, stieg in beiden Interventionsgruppen im Vergleich zur Kontrollgruppe auf 20% bis 30% an, (p ≤ 0,001). Der systolische Blutdruck sank, das Taille-Hüft-Umfangsverhältnis und das Verhältnis von Bauch zu Gesamtkörperfett nahmen in beiden Interventionsgruppen im Vergleich zur Kontrollgruppe ab (10% p ≤ 003 und 3,5% p ≤ 0,0001). Es konnten keine konsistenten Hauptunterschiede zwischen den Gruppen hinsichtlich der Veränderungen der Mineraldichte des gesamten Körpers, der Wirbelsäule, des Unterarmknochens oder der Marker für Kollagen und Knochenumsatz festgestellt werden.

Schlussfolgerungen

Wir stellen fest, dass die Zugabe von aerober und anaerober Bewegung kombiniert mit einer protein- und energiereichen Diät, die Muskelmasse bei übergewichtigen Frauen nach der Menopause bewahrt, die körperliche Fitness fördert und den Stoffwechsel im Ruhezustand sowie den Fettabbau erhöht. Die Ernährung mit oder ohne Bewegung führte zu tiefergreifenden Verbesserungen der Serumlipide und Lipoproteine, des Blutdrucks und der Fettverteilung. Der durch die Ernährung verursachte Gewichtsverlust mit oder ohne Bewegung scheint keine wesentlich nachteiligen Auswirkungen auf die Knochen zu haben.

Für die vollständige Studie, klicke hier.

Zugabe von Ballaststoffen bei Very Low Calorie Diät reduziert Hungergefühl und lindert Verstopfungen

-Geschrieben von A. Astrup et al. (1990).

Einführung

Very Low Calorie Diet (VLCD) als Ernährung, Pulver Formula Diät, wird häufig zur Behandlung von Fettleibigkeit verwendet und hat sich als wirksam und sicher erwiesen.  Dieses Regime erleichtert die Einhaltung aufgrund seiner Einfachheit in Kombination mit einem schnellen Gewichtsverlust, was den Patienten weiter dabei ermutigen kann, sich an die Diät zu halten. Die Hauptnachteile sind nach wie vor die Beschwerden der Patienten über Hunger zwischen den Mahlzeiten, Verstopfung und selten aufkommender Stuhlgang. Kürzlich wurde bewiesen, dass eine Faserergänzung bei einer herkömmlichen Diät den Hunger reduziert und die Häufigkeit des Stuhlgangs erhöht und gleichzeitig die Konsistenz des Stuhls selbst, mildert. Über die Ergänzung von Ballaststoffen bei einer Formula Diät, die für die VLCD entwickelt wurde, ist bisher noch nicht berichtet worden.

Zweck dieser Untersuchung war es zu erforschen, ob die Zugabe von Ballaststoffen zu einem Ernährungspulver die Einhaltung der Diät verbessert, indem Hunger, Sättigung, Stuhlkonsistenz und Stuhlgang verändert werden. Da Ballaststoffe die intestinale Aufnahme verschiedener zweiwertiger Kationen und Vitamine beeinträchtigen können, haben wir auch die Plasmaspiegel der wichtigsten Metallionen zusammen mit anderen relevanten Plasmabestandteilen überwacht.

Methoden

Um zu untersuchen, ob eine Nahrungsergänzung mit Ballaststoffen die Einhaltung einer Very Low Calorie Diet (VLCD) verbessern kann, wurde ein Ernährungspulver (Nupo) mit 388 kcal/Tag (Männer: 466 kcal/Tag) mit einer ähnlichen Version verglichen, die Pflanzenfaser 30 g/Tag enthielt. 22 adipöse Patienten nahmen an der Studie teil. Nach einer gewöhnlichen Grunddiät wurden sie nach dem Zufallsprinzip auf zwei Wochen Behandlung in einem einzigen Blinddesign mit VLCD mit oder ohne Ballaststoffe, zufällig ausgewählt. Anschließend wurden sie für weitere 2 Wochen Behandlung überkreuzt.

Resultate

Alle 22 Patienten beendeten die Studie laut dem Protokoll ohne Versäumung von Terminen oder anderen Abweichungen. Beide Gruppen erzielten ähnliche Gewichtsverluste (etwa 10 kg / 4 Wochen), dabei verbesserte die Zufuhr von Ballastoffen nicht das Resultat. Während der VLCD unter Einnahme von Ballastoffen war der Hungergrad signifikant niedriger als während der VLCD ohne Ballaststoffe.

Der Stuhlgang verringerte sich bei gewöhnlicher Ernährung für 1,9/Tag auf 0,7/Tag bei VLCD ohne Ballaststoffe, stieg jedoch durch Ballaststoffergänzung auf 1,0/Tag an. Keine Auswirkungen auf das Sättigungsgefühl, die Konsistenz des Stuhls oder Blähungen durch Ballaststoffergänzung. Die Ergänzung von Ballaststoffen beeinflusste weder die Plasmakonzentration zweiwertiger Kationen wie Calcium, Eisen oder Magnesium noch fügte sie der VLCD eine senkende Wirkung auf Plasmaglukose, Cholesterin oder Triglycerid zu.

Schlussfolgerungen

Die Ergänzung von Ballastoffen bei der VLCD kann die Einhaltung verbessern, indem der Hunger verringert und die Anzahl der Stuhlgänge erhöht wird, ohne die Absorption zweiwertiger Kationen dabei zu beeinträchtigen.

Für die vollständige Studie, klicke hier.

1981-1989

Anfängliche Very Low Calorie Diät VLCD verbessert endgültige Gewichtsabnahme

- Geschrieben von Quaade, F. & Astrup, A. (1989).

Einführung

Die Very Low Calorie Diet (VLCD) erweist sich, insbesondere wenn sie im Hinblick auf Protein angemessen zusammengesetzt wird, seit langem als sicherer Weg, um bei übergewichtigen Personen innerhalb einer angemessenen Zeit einen beträchtlichen Gewichtsverlust zu ermöglichen. Wir haben Nupo als VLCD im eigentlichen Sinne des Wortes, d. h. als einzige Nahrungsquelle für monatliche Zeiträume verwendet. Darüber hinaus verwenden wir es als obligatorische Basis für Diäten mit höherem Energiegehalt, normalerweise 1000 kcal. Ein Hauptgrund dafür ist unsere Erfahrung, dass viele Patienten die traditionellen Diätanweisungen nicht befolgen und versuchen dies zu beheben, indem sie weniger diätbedingte Komponenten zu sich nehmen. Alternativ versuchen sie, innerhalb des gesamten Energierahmens der traditionellen Ernährung zu bleiben, indem sie grobe und unzureichende Perioden des totalen oder nahezu totalen Hungers einfügen. In unseren Diäten wird das Nährpulver durch die isoenergetischen Einheiten gewöhnlicher Speisen und Getränke von jeweils etwa 63 kcal ergänzt, die Portionen werden dabei als kleine Bilder („Zähler“) visualisiert, von denen es drei Farben gibt: Blau für proteinreiche Produkte, Grün für ballaststoffreiche Produkte und Rot für Süßigkeiten, fetthaltige Produkte und alkoholische Getränke. Da die VLCD den Kern der Ernährung darstellt, die alle Ernährungsbedürfnisse deckt, hat der Patient völlige Entscheidungsfreiheit bei der Wahl zwischen den 10 im Programm zugelassenen Zählern (ca. 630 kcal). Dieses Freiheitsregime wurde unter Eingrenzung in einer randomisierten Studie getestet und konnte die Abbruchsquote somit signifikant reduzieren. Alle Anweisungen und Kontrollen erfolgen gruppenweise, was Ressourcen spart und deutliche Vorteile mit sich bringt was die Psyche betrifft.

Methoden

38 aufeinanderfolgende übergewichtige Personen wurden ambulant behandelt. Die Behandlung begann mit Anwendung der VLCD Formula Diät Nupo (Frauen 388 kcal, 56 g Protein; Männer 446 kcal, 69 g Protein). VLCD hatte keine nachteiligen Auswirkungen und wurde so lange fortgesetzt, wie der Patient es wünscht. Anschließend wurde die Formula Diät durch gewöhnliche Nahrungsmittel und Getränke ergänzt, um auf das Niveau von 1000 kcal für Frauen und 1100 kcal für Männer zu kommen. Nach fünf Monaten wurden die Daten jeweils nach der Dauer der VLCD, separat analysiert: Gruppe 1 (n=20): VLCD weniger als 2 Monate und Gruppe 2 (n=18): VLCD 2 Monate oder mehr. Beide Gruppen waren in Bezug auf Größe, Totalgewicht und präzentrales Übergewicht vergleichbar, wobei Gruppe 2 ältere Patienten hatte als Gruppe 1 (49,5 vs 38,3 Jahre, P ≤0.01).

Resultate

Die Gewichtsverluste zwischen den beiden Gruppen sind sehr unterschiedlich. Gruppe 1, die die VLCD im frühzeitigen Stadium abbrach, verlor sowohl absolut als auch relativ gesehen viel weniger Gewicht als Gruppe 2, die sich mehr an das ursprüngliche VLCD Regime hielt. Die Unterschiede sind sowohl hinsichtlich des Gesamtgewichtsverlusts als auch des Gewichtsverlustes durch VLCD signifikant. Gruppe 2 verlor signifikant mehr Gewicht, sowohl vollständig (17,1 kg (7.8-40,1)) als auch allein durch VLCD (12,3 kg (4,1-28,8)) als Gruppe 1 (8,7 kg (-1,1-19,1) und 7,3 kg (0,9-18.2). Gewichtsverluste in beiden Gruppen beseitigten oder reduzierten den Bedarf an einer Vielzahl teurer Medikamente: Antidiabetika, Diuretika, Antihypertensiva, Analgetika usw.

Schlussfolgerungen

Wir kommen zu dem Fazit, dass die VLCD sich als ein wirksamer und ermutigender Wegbegleiter bewährt, wenn es darum geht ein Diätprogramm zu starten. Es sollte mindestens zwei Monate fortgesetzt werden, da die Länge der anfänglichen VLCD-Periode signifikant mit dem endgültigen Gewichtsverlust zusammenhängt.

Für die vollständige Studie, klicke hier.

Formula Diät plus freie Auswahl zusätzlicher Nahrung bis zu 1000 Kcal im Vergleich zu einer isoenergetischen und konventionellen Diät zur Behandlung bei Fettleibigkeit. Eine randomisierte klinische Studie

- Geschrieben von H. Hey, et al. (1987).

Einführung

Die Formula Diät NUPO erfüllt alle internationalen Empfehlungen für die tägliche Aufnahme von Protein, essentiellen Aminosäuren und Fettsäuren, Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen bei einer täglichen Aufnahme von nur 388 kcal. Eine sehr kalorienarme (VLCD) Therapie mit NUPO als alleiniger Nahrungsquelle über viele Monate hinaus, führte bei Patienten mit schwerer Adipositas zu einem hohen Gewichtsverlust ohne Risiken.

Wenn die vorgeschriebene Menge an Nahrungspulver eingenommen wird, ist es gerechtfertigt, eine freie Auswahl zusätzlicher Lebensmittel, einschließlich weniger wertvolleren Komponenten zu gewähren, vorausgesetzt die zugeführte Energie ist niedrig genug, um den Gewichtsverlust zu induzieren. Der Verzicht auf beliebte Lebensmittel und Getränke wie Kuchen, Süßigkeiten, Wein und Spirituosen ist einer der Hauptgründe warum viele Patienten eine Diät unversucht lassen oder wenn Sie diese versuchen, diese nur schwer einhalten können. Aus diesem Grund fühlten wir uns dazu verpflichtet, eine 1000 kcal (4,2 MJ) Therapie zu evaluieren, bei dem ein Grundprinzip der Formel-Diät obligatorisch ist, während die Patienten gleichzeitig die verbleibende Energiezufuhr frei verwalten können. Der Kontrollgruppe wurde eine konventionelle, isoenergetische Schlankheitsdiät verschrieben. Dieser Gruppe wurde Diethylpropion in selbstregulierter und moderater Dosierung gestattet. Ein weiterer Zweck der Studie bestand darin, ein kürzlich entwickeltes Ernährungssystem zu testen, das auf visuellen Symbolen isoenergetischer Einheiten (Zähler) basiert.

Methoden

86 Patienten im Alter zwischen 18 und 59 Jahren mit mehr als 20% Übergewicht wurden einer von jeweils zwei Schlankheitsdiäten zugeordnet. Die Testgruppe hatte eine obligatorische Basis (388 kcal) für eine vollständige Formula Diät (NUPO) und verfügte zusätzlich über die freie Auswahl an Speisen und Getränken bis zu 1000 kcal, einschließlich Süßigkeiten und Alkohol. Die Kontrollgruppe hatte eine konventionelle isoenergetische Diät, die alle weniger wertvollen Komponenten („leere Kalorien“) ausschließ, allerdings wurde ihnen gestattet, ein anorektisches Medikament einzunehmen. Alle Patienten wurden in Gruppen unterrichtet und kontrolliert was Ressourcen sparte und psychologische Vorteile mit sich brachte. In beiden Therapien wurden Ernährungsanweisungen innerhalb eines neuen Bildungssystems, das auf isoenergetischen, austauschbaren Einheiten der täglichen Nahrungsaufnahme basiert, und als visuelle Symbole (Zähler) dargestellt wird, durchgeführt.

Resultate

Nach 12 Wochen war der Gewichtsverlust bei konventioneller Ernährung (8,9 kg) unbedeutend besser als in der Testgruppe (7,5 kg). Im Gegenteil dazu hatte die letztere Gruppe eine bessere Compliance, was durch eine signifikant geringere Abbruchquote (p <0,05) belegt wird. Eine wiederholte Registrierung der Energieaufnahme zeigte einen moderaten Verbrauch an „leeren Kalorien“ in der Testgruppe der um die 10 % betrug, sodass die übermäßige Aufnahme hauptsächlich auf einen erhöhten Verzehr von ballaststoffreichen Lebensmitteln zurückzuführen war. Beschwerden über Nebenwirkungen waren in beiden Gruppen unwesentlich. Das Zähler-Diät-System erleichterte die Einweisung und Kontrollführung.

Schlussfolgerungen

Wir kommen zu dem Schluss, dass eine freie qualitative Lebensmittelauswahl durch die Formula Diät als ausreichende Grundlage eine realistische, wirksame und verantwortungsvolle Alternative zur herkömmlichen diätischen Behandlung von Fettleibigkeit ermöglicht.

Für die vollständige Studie, klicke hier.

Gastroplastie vorhergegangen aus der Very Low Calorie Diät – Ein Vorbericht

- Geschrieben von T. Andersen, et al. (1986).

Einführung

Gastroplastie (GP) bei krankhaft fettleibigen Patienten ist mit einem unvermeidbaren perioperativen Risiko verbunden, der Gewichtsverlust ist selbst kurzfristig oft unbefriedigend. Andererseits ist die Gewichtserhaltung nach der GP befriedigender als nach der Diät allein. Um den Gewichtsverlust zu steigern und gleichzeitig die chirurgischen Eingriffsrisiken zu reduzieren, erhalten konsekutive Patienten der vorliegenden Studie eine obligatorische zweistufige Behandlung: Nach einer anfänglichen Very Low Calorie Diät (VLCD), wird ein GP durchgeführt, vorausgesetzt es wurde eine vierzigprozentige Reduzierung des Übergewichts durch Diät erreicht. Auf diese Weise werden ausgewählte GP-Patienten der vertikal gebänderten GP oder der Gomez GP zugeordnet. Gewichtskontrolle und Patientenaufklärung werden bei Gruppentreffen durchgeführt.

Methoden

74 Patienten, die alle wegen krankhafter Fettleibigkeit zugelassen wurden, wurden miteinbezogen. Ihr Durchschnittsalter betrug 34 Jahre, ihr mittleres Körpergewicht 125.1 kg und ihr durchschnittliches Übergewicht 93 %, nach skandinavischem Standard berechnet. Alle Patienten wurden auf kontraindizierende Krankheiten durch klinische Untersuchungen wie Analysen von Blut- und Urinproben, EKG und Leberbiopsie überprüft.

Die Behandlung wurde simultan bei etwa 35 Patienten durchgeführt. Das verwendete VLCD-Ernährungspulver von Nupo wird auf fünf tägliche Mahlzeiten aufgeteilt, Wasser wird als Bindemittel hinzugefügt. Zwischen dem 8-wöchigen Zeitraum mit VLCD wird eine zweiwöchige 900-kcal-Diät verschrieben, die aus natürlichen, proteinreichen, fettarmen und kohlenhydratarmen Lebensmitteln besteht. Das VLCD-Programm wird fortgeführt solange ein wesentlicher Gewichtsverlust erzielt wird. Probanden mit Anorexia werden nicht zugelassen. Den Patienten wird eine Operation als zweiter Schritt des Programms angeboten, vorausgesetzt sie haben eine 2/5 Reduktion des Übergewichts während der Durchführung mit VLCD erreicht. Horizontale und vertikale GP werden, wie an anderer Stelle erwähnt, durchgeführt. Gewichtskontrollen werden bei Gruppentreffen zusammen mit einer formalisierten Aufklärungsprogramm für Patienten, durchgeführt. Die Patienten werden wochenweise bis drei Monate nach der Operation, jede zweite Woche bis zum sechsten postoperativen Monat und danach mindestens alle drei Monate untersucht.

Resultate

Die Resultate sind vorläufig, es kann noch kein Vergleich zwischen den randomisierten Subgruppen aufgestellt werden. Der mediane Gewichtsverlust lag nach den ersten acht Wochen mit VLCD bei 17,9 kg (Bereich, 3.6- 38.4 kg, n= 74). Resultate der VLCD können derzeit nur für die erste Behandlungsgruppe (44 Patienten) ausgewertet werden. Von diesen erreichten 31 (70%, 95% Konfidenzgrenzen 55-83%) die Grenze für eine Operation. Zwei Patienten (5% der Patienten, die für eine Operation zur Verfügung standen, 95% Konfidenzgrenze 1-15%), scheiterten nach erfolgreicher VLCD auf Grund von Abwesenheit bei den Gruppentreffen. Bisher hatten 25 Patienten GP. Die meisten Patienten haben ihr Gewicht 3 Monate nach der Operation stabilisiert. Zu diesem Zeitpunkt beträgt der durchschnittliche postoperative Gewichtsverlust 9,0 kg (Bereich 3.4-22.0 kg, n= 25) und der durchschnittliche Gesamtgewichtsverlust erreicht durch VLCD plus GP 46,0 kg (Bereich, 26.1-64.0 kg, n=25). Während der VLCD, war die einzig beobachtete Komplikation ein Fall von Gicht, die durch eine herkömmliche Behandlung rapide nachgab.

Schlussfolgerungen

VLCD führt zu sofortigen Gewichtsverlusten, die sich nicht wesentlich von denen der GP unterscheiden. Verglichen mit der VLCD, so scheint es, dass die GP einen langfristigen Effekt auf die Nahrungsaufnahme hat, wodurch die Zunahme deutlich weniger ausgeprägt ist. Ein Vergleich der therapeutischen Risiken spricht für eine VLCD, die unbedenklich ist, wenn sie mit einer ernährungsphysiologisch angemessenen Formel durchgeführt wird. Die Kombination der guten Elemente bei den Behandlungen hat zu dem vorliegenden Protokoll geführt, in dem ein zweistufiges Regime, bei dem die GP einer VLCD vorausging, untersucht wurde. Nach der Gastroplastie ist die Einhaltung der Diät für die Gewichtsreduktion und Sicherheit unerlässlich. Die Vorbehandlung mit VLCD bietet die Möglichkeit, die Fähigkeit der Patienten zur Einhaltung zu testen. Es sollte erkannt werden, dass eine Magen-Fettleibigkeits-Operation beim Patienten nicht zum Erfolg führen kann, wenn dieser sich nicht dazu bereit erklärt, die Ernährungsempfehlungen zu befolgen.

Durch Anpassung kann die Dauer des VLCD-Gewichtsverlusts individualisiert werden. Dies bedeutet, dass fast alle Patienten ihr Übergewicht auf weniger als 40% reduzieren können, was als Untergrenze der Übersterblichkeit aufgrund von Fettleibigkeit betrachtet werden kann. Die präoperative Gewichtsreduktion macht die Operationen viel einfacher und sicherer und vereinfacht außerdem das postoperative Management. Dementsprechend wird die Patientenzufriedenheit verbessert.

Für die vollständige Studie, klicke hier.